Die Südtiroler HochschülerInnenschaft

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus, italienisch: associazione universitaria sudtirolese, ladinisch: lia di studenc dl'université de südtirol) ist die wichtigste Südtiroler Studierendenvertretung.

Im Gegensatz zu anderen Studierendenvertretungen ist die sh.asus nicht ortsgebunden und verfügt neben ihrem Hauptsitz in Bozen über sechs Außenstellen in großen Universitätsstädten, vier davon in Österreich und zwei in Italien. Sie wurde als gemeinnütziger Verein 1955 gegründet. Das Hauptaugenmerk der Tätigkeit ist die gewerkschaftliche Interessensvertretung der Südtiroler und in Südtirol Studierenden.

 

Aufgaben der sh.asus

Die sh.asus definiert sich als interethnischer Verein. Hauptaufgabe der sh.asus ist es, die studentischen, sozialen und gesellschaftlichen Interessen der Studierenden zu vertreten. Sie bezieht zu studentischen und bildungspolitischen Themen ebenso Stellung wie zu kulturellen, sozialen und gesellschaftspolitischen Themen. Die sh.asus tritt diesbezüglich in der Öffentlichkeit auf und setzt entsprechende Maßnahmen. Wesentliche Tätigkeitsbereiche sind weiters die Beratung von MaturantInnen, Studierenden und AbsolventInnen, sowie die Organisation und Abwicklung kultureller Veranstaltungen.

 

Aufbau

Der Verein mit Hauptsitz in Bozen und den sechs Außenstellen wird von einem Gesamtausschuss geleitet, der sich aus den jeweiligen Ausschüssen der Außenstellen zusammensetzt. Dieser wählt den/die Vorsitzende/n, welche/r wiederum die einzelnen Referenten ernennt.

 

Politische Tätigkeit

Die bei der Beratungstätigkeit gewonnenen Einblicke werden bei der Vertretung im gewerkschaftlichen Sinne umgesetzt. Die sh.asus ist mit zwei Stimmen im Landesbeirat für das Recht auf Hochschulbildung vertreten. Dort und im ständigen Kontakt mit der Landesverwaltung, den Parteien und Politikern setzt sich die sh.asus für Verbesserungen rund ums Studium ein. Traditionell bildet die Anerkennung der Studientitel zwischen Österreich und Italien einen Schwerpunkt. Des weiteren versucht die sh.asus durch Workshops, die für alle zugänglich sind, das Studienbeihilfensystem an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts anzupassen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, dass das Recht auf Hochschulbildung auch umgesetzt wird. Die sh.asus spricht sich gegen Studiengebühren als bildungspolitisches Lenkungsinstrument aus.

 

Kulturelle Tätigkeit

Der dritte wesentliche Punkt betrifft die kulturelle Tätigkeit: So gibt die sh.asus mindestens zweimal jährlich den „Skolast“ (ehemals: der fahrende skolast) heraus; eine Zeitschrift, die seit 1956 besteht und somit zu den ältesten mehrsprachigen Publikationen Südtirols zählt. Die unter allgemeiner Skepsis, vor allem auf Betreiben von Rainer Seberich und Franz von Walther umgesetzte Idee einer eigenen Zeitschrift hat sich zu einem der erfolgreichsten Projekte der SH entwickelt. Die Themenwahl wird dabei durch aktuelle Anlässe und studentische Themen bestimmt.