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Europa
Standpunkte der Südtiroler EU-Kandidat/innen zur Anerkennung der Studientitel in Europa

Auf Wunsch der sh.asus wurde diese Frage in den Jugendcheck des wahlokal.it des Südtiroler Jugendrings eingefügt. 

 

Bis heute funktioniert die Anerkennung der Studientitel in Europa, wie im Bologna-Prozess vorgesehen, leider nicht zufriedenstellend. Ist eine Vereinheitlichung der europäischen Hochschulbildung Ihrer Meinung nach sinnvoll und wie würden Sie die studentische Mobilität in Europa verbessern?

Ad oggi il riconoscimento dei titoli accademici in Europa previsto dalla riforma Bologna non funziona in modo soddisfacente. Secondo Lei ha un senso unificare la formazione universitaria europea? E come migliorerebbe la mobilità studentesca in Europa?

 

 

Cristiano Zanella:
Die Hochschulbildung in Europa muss vereinheitlicht werden. Das kann aber nicht über Vorgaben und EU-Richtlinien erfolgen, sondern nur über eine Investitionspolitik zur Förderung der gemeinschaftlichen Ausbildung und Bildung. Ein Studienaufenthalt im europäischen Ausland soll obligatorisch werden, auch für die Schüler des Lyzeums, wobei die EU die Kosten übernehmen soll.
Herbert Dorfmann:
Die gegenseitige Anerkennung der Studientitel ist dringend notwendig. Nach Umsetzung des Bolognaprozesses gibt es keine Ausrede mehr, das nicht zu tun. Gleichzeitig muss es ein Recht der EU-Studenten auf Zugang zu europäischen Universitäten geben und eine Pflicht der Staaten, die Universitäten für Studienplätze zu entschädigen. Es sollte logisch sein, dass sich ein Student seine Universität in Europa aussuchen kann.


Michele Boldrin:
Ha senso coordinare gli standard di qualità della formazione non solo universitaria ma anche di quella secondaria. Questo ovviamente passa per una serie di riforme che non riguardano solo gli standard degli insegnamenti, ma anche i sistemi di ammissione ai corsi universitari, di valutazione dei docenti (universitari e della scuola secondaria), e di sostenimento dei meno abbienti ma talentuosi. Così si può favorire sia la mobilità studentesca che, coeteris paribus, quella sul mercato del lavoro attraverso criteri che favoriscano la meritocrazia e quindi la selezione dei migliori talenti.

Johann Gruber:
Eine Vereinheitlichung der europäischen Hochschulbildung halte ich weder für sinnvoll noch für erstrebenswert; zu einem, wie unter Zukunft der EU? angegebenen Europa der Völker gehören notwendigerweise verschiedene Ausrichtungen der Hochschulbildung, wodurch man auch dem Minderheitenschutz (siehe Minderheiten) und der freien Wahl der Ausbildungsstätte (siehe EU & Jugend) gerecht wird. Die studentische Mobilität kann man dadurch verbessern, dass die Anerkennung der Studientitel eindeutig geregelt und der Wechsel zwischen den Strukturen erleichtert wird.

Oktavia Brugger:
Schön wäre eine intelligente Zusammenfügung aller Exzellenzen der europäischen Hochschulbildung. Daraus könnte dann eine qualitativ hochwertige Vereinheitlichung der Hochschulbildung geschaffen werden. Das würde ganz automatisch auch die studentische Mobilität in Europa verbessern. Europa würde wieder die Vorreiterrolle für Bildung, Innovation und  Humanwissenschaften zufallen. Eine faszinierende Perspektive!

Pius Leitner:
Der Prozess hat zu einer Verschulung der Hochschulbildung geführt. Viele Abgänger wissen nicht, was sie mit ihrem Bachelorstudium anfangen sollen, die Studientitelanerkennung ist mangelhaft. Die studentische Mobilität würde ich auf jeden Fall verbessern, Auslandsemester und Sprachkurse sollten zur Selbstverständlichkeit werden. Vor einer vereinheitlichten europäischen Hochschulbildung warne ich, sie würde eine Nivellierung nach unten bedeuten.

 

in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jugendring und seinem Projekt wahllokal.it

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