Aus unserem Blog

Einige Reaktionen auf unser Dossier „Vier Problemstellen studentischer Mobilität in Europa“

Martin Schulz, Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei Europas:

Liebe Frau Runggatscher, lieber Herr Werth,

vielen Dank für Ihr Schreiben und die Übersendung Ihres Manifests, das ich mit grossem Interesse zur Kenntnis genommen habe.

Sie haben vollkommen recht, dass die von Ihnen beschriebenen Probleme immer noch eine grosse Anzahl von Studentinnen und Studenten in ganz Europa betreffen, aber, wie Ihr Vorgehen erfreulicherweise zeigt, sind der gegenseitige Austausch von Erfahrungen und eine aktive Einmischung in die Politik mit dem Ziel, einen kontinuierlichen Dialog mit jenen zu führen, die das System ändern bzw. zu Änderungen beitragen können, der richtige Ansatz.

Bildung ist für die Europäischen Sozialdemokraten von jeher eine Priorität, nicht nur, weil wir glauben, dass sie eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise und der extrem hohen Arbeitslosigkeit spielt, sondern auch weil die jüngere Generation den Schlüssel für unsere Zukunft in den Händen hält. Deswegen setzen wir uns beharrlich dafür ein, dass die heutige junge Generation die Zukunft erhält, die sie verdient.

Die Mobilität von Studentinnen und Studenten ist extrem wichtig, da durch Auslandsaufenthalte erworbene Sprach- und Kommunikationskenntnisse eine der Voraussetzungen sind, um für den gemeinsamen Arbeitsmarkt in der EU gerüstet zu sein, und weil das Verständnis für andere Kulturen gefördert wird, denn interkulturelle Beziehungen sind eine wichtige Grundlage für die wahre europäische Identität.

Die Schaffung eines Europäischen Hochschulraumes ist eine wichtige Errungenschaft und  der erweiterte institutionelle Rahmen für die Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens, das durch den sogenannten "Bologna-Prozess" in Gang gesetzt wurde. Die Fortsetzung und Stärkung des gesamten Bologna-Prozesses ist eine Voraussetzung für die volle Integration des  Binnenmarktes und ein unverzichtbares Werkzeug, um die Wirtschafts- und Finanzkrise bewältigen zu können. Deshalb ist es notwendig, die grundlegende Absicht des Bologna-Prozesses, nämlich dass an einer europäischen Universität eingeschriebene Studierende  berechtigt sein müssen, ihre erworbenen Abschlüsse und Titel innerhalb der gesamten EU anerkannt zu bekommen. Obwohl es in dieser Hinsicht bereits viele Erfolge zu vermelden gibt, bestehen trotz allem noch viele Mängel. Deshalb müssen wir weiter daran arbeiten - durch eine bessere Einbeziehung und Zusammenarbeit aller Betroffenen - die angestrebten Ziele voll umzusetzen und neue dafür notwendige Massnahmen zu identifizieren. Das Potenzial des Europäischen Hochschulraumes muss unbedingt ausgeschöpft und eine Reihe von offenen Fragen müssen angegangen werden wie zum Beispiel Regelungen auf nationaler Ebene, Haushaltskürzungen, Qualitätskontrolle und nationale Anerkennungssysteme.

Weiterhin müssen neue Lehrstrategien und eine Modernisierung des Hochschulwesens durchgesetzt werden. Gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten spielen die europäischen Institutionen eine wichtige Rolle bei diesem Prozess, insbesondere bei der Anerkennung von Abschlüssen und Titeln und bei der Mobilitätspolitik.

Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass für die volle Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses in jeder Universität und in jedem Mitgliedsstaat die notwendigen Finanzmittel und das notwendige politische Engagement aufgebracht werden.

Mit freundlichen Grüssen und besten Wünschen,

Ihr

Martin Schulz, gemeinsamer Kandidat der SPE

Oktavia Brugger, Kandidatin der Südtiroler Grünen und SEL:

Liebe Freunde von der SH,

vielen Dank für Euer Schreiben. Ich habe Eure Probleme und Fragen aufmerksam gelesen und dabei, wie immer, viel gelernt. Ich werde mir das neue Wissen zunutze machen und davon, sollte ich gewählt werden, bei meiner Tätigkeit Gebrauch machen, bzw. mich dafür einsetzen. Nochmals vielen Dank, solche Infos sind immer sehr willkommen. Ich wünsche Euch gute Arbeit und macht weiter so!

Oktavia Brugger

Herbert Dorfmann, Kandidat der Südtiroler Volkspartei:

Sehr geehrte Frau Runggatscher,

herzlichen Dank für die Zusendung des Dossiers. Ich bin überzeugt, dass die nächsten fünf Jahre für die aufgeworfenen Fragen spannend werden. Nachdem der Bologna Prozess weit fortgeschritten ost, muss man jetzt sicher effizient über die Anerkennung der Studientitel nachdenken.

Sollte ich in das nächste Europäische Parlament gewählt werden, kann ich Ihnen versichern, als Ansprechpartner für die SH zur Verfügung zu stehen, so wie ich es in den letzten fünf Jahren versucht habe zu tun.

Mit freundlichen Grüßen,

Herbert Dorfmann MEP

Pius Leitner, Kandidat der Südtiroler Freiheitlichen und Lega Nord:

Sehr geehrte Frau Runggatscher, sehr geehrter Herr Werth,

danke für die Zusendung der Argumente zur Hochschulpolitik. Selbstverständlich ist die Umsetzung der europäischen Idee nur über Bildung zu erreichen, weshalb ich die erwähnten Punkte wie Studientitel-Anerkennung als wichtig erachte.

Beste Grüße

Pius Leitner

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sh.asus Blog

Noch bis 6. September ansuchen: Briefwahl für Studierende
Veröffentlicht am 30.08.2018

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft erinnert alle Südtiroler Studierenden daran, dass bis zum 6. September die Briefwahl für die Landtagswahl 2018 beantragt werden kann. „Wer jetzt schon weiß, dass er am 21. Oktober nicht in Südtirol sein wird, hat die Möglichkeit, seine Stimme mittels Briefwahl abzugeben. Wir rufen alle Studierenden dazu auf, von dieser Chance Gebrauch zu … Mehr Noch bis 6. September ansuchen: Briefwahl für Studierende

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Erfahrungsbericht Das erste Semester überlebt? Oder gar schon fertig studiert? Schreib uns doch, wie du dein Studium erlebst oder erlebt hast, was gut und was weniger gut war, und wie dir deine Stadt gefällt. Oder du hast gar schon die Staatsprüfung abgelegt? Auch in diesem Fall kannst du angehenden Prüflingen wertvolle Hilfe leisten.

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