Erfahrungsbericht

Innsbruck
Ulrike Medizinische Universität Innsbruck, Molekulare Medizin, BA

Das Studium ist der ideale Mittelweg für jene, die später in der medizinischen Forschung tätig sein wollen, da es eine Mischung aus einem Humanmedizin- und einem Biologiestudium darstellt. Da dies ein neuer Studiengang ist war manches noch etwas chaotisch, allerdings nimmt man viel Rücksicht auf uns Studenten und unsere Meinung. Es wurde auch vom ersten Tag an großen Wert darauf gelegt, dass wir einen Bezug zu den Labors bekommen und viele Innsbrucker Forscher kennen lernen.

Universität
Durch das Aufnahmeverfahren ist man schon relativ früh mit lästigem Verwaltungskram konfrontiert. Nachdem man zugelassen ist hat man während des Semesters jedoch weitestgehend seine Ruhe. Die Anmeldung zu Vorlesungen und Praktika auf den Online-Plattformen werden am ersten Tag ausführlich erklärt und fallen somit sehr leicht. Da die MUI auf viele Gebäude verteilt ist, ist es manchmal etwas chaotisch. Enttäuscht hat mich die MUI dadurch, dass wir nicht wie versprochen, pünktlich zum Sommersemester in ein neues Gebäude umziehen, sondern weiterhin in einem alten, schlecht belüfteten und dementsprechend warmen Hörsaal bleiben. Auch gab es heuer ziemliche Probleme mit Latein. Die bisherige Vorlesung und Prüfung in Medizinischer Terminologie wurde uns gestrichen und wir können nun (dank Bemühungen der ÖH) einen dreimonatigen Intensivkurs machen und müssen anschließend eine schriftliche Prüfung (angeblich auf Maturaniveau) absolvieren. Für beides bezahlen wir insgesamt 200€. Zwar ist diese Lösung besser als gar nichts, aber es ist doch sehr ärgerlich, dass die Uni mitten im Studienjahr beschließt, dass die Vorlesung gestrichen wird.

Studienanfang
Man sollte sich im Klaren sein, ob man wirklich in die Forschung will, da ein Umstieg ins Humanmedizinstudium kaum möglich ist. Außerdem sollte man das Studium nicht unterschätzen. Denn die Tatsache, dass es "nur" ein Bachelorstudium ist und kein "richtiges" Medizinstudium ist, heißt noch lange nicht, dass es einfacher ist. Im Gegenteil. Wir haben zahlreiche zusätzliche Fächer in denen wir eigene Prüfungen ablegen müssen und das Studium ist teilweise wirklich sehr zeitintensiv.

Studienstadt
Innsbruck gefällt mir als Stadt sehr gut. Der Wind der hier immer weht wird einem zwar manchmal etwas zu viel, aber dafür bringt er immer frische Luft. Von Smog also keine Spur! ;) Innsbruck ist eine super Stadt zum Ausgehen, wenn es auch für so manchen Südtiroler etwas eigenartig scheinen mag, dass in vielen Lokalen der Eintritt erst ab 21 gestattet ist (mit Ausnahme von der Student's Night am Donnerstag). Hier findet sicher jeder ein Lokal, dass ihm gefällt. :) Wer Sport mag, kann auch super das reichhaltige Angebot der USI nutzen.

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Erfahrungsbericht Das erste Semester überlebt? Oder gar schon fertig studiert? Schreib uns doch, wie du dein Studium erlebst oder erlebt hast, was gut und was weniger gut war, und wie dir deine Stadt gefällt. Oder du hast gar schon die Staatsprüfung abgelegt? Auch in diesem Fall kannst du angehenden Prüflingen wertvolle Hilfe leisten.

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