Erfahrungsbericht

Brixen
Jana Freie Universität Bozen, Kommunikationswissenschaften im mehrsprachigen Kontext - BA

Das Studium der Kommunikationswissenschaften hier ist sicherlich sehr anders im Vergleich zu gleichnamigen Studiengängen in D/A/I. Es ist (möchtgern-) dreisprachig und an einer bildungswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt, das beeinflusst auch die Fächerwahl. Der Fokus liegt außer dem Pädagogik noch auf Linguistik, Mehrsprachigkeitsstudien und Projektmanagementquatsch. Man ist hier stolz "praxisnah" & in kleinen Grüppchen zu sein - Nachteil: Theorie kommt zu kurz & die wissenschaftliche Qualität ist eher suboptimal. Aber, und das ist meine Meinung: "the job (hier: Studium) is what you make it!" Wenn man Bock hat kann man: den Profs hier sehr kommen (nein, so mein ich das nicht), wissenschaftlich mitarbeiten, Referatsthemen auch mal selber wählen statt zugeordnet bekommen, wild rumrecherchieren, die leere Bib genießen & Bücher dreimal verlängern, sich an der Uni einmischen (neudeutsch: "engagieren") und und und...

Universität
Everybody knows: die UniBz ist jung. Und klein. D.h. für die Studenten meist Rundum-Betreuung. Muss man aber mögen. Mitarbeiter der meisten Verwaltungsbereiche sind super nett. Bewerbung, Aufnahmegespräche und Immatrikulation liefen nach meinem Geschmack schon fast zu easy. Also everybody knows: die UniBz hat Geld. Die Gebäude sind also sehr neu, Aulen technisch gut ausgestattet, die Bib ist enorm, Computer en masse vorhanden, 'nen paar Sekretariate gibt es auch. Sehr blöd ist die Aufteilung der Fakultäten auf 3 Standorte (BBB), darunter leidet auch das Studentenleben und die Männchen/Weibchen Verteilung. Effizienz-technisch hat die Uni noch Verbesserungspotential. Die Bürokratie hält sich zwar im Vergleich zu anderen Unis in Grenzen, könnte aber angesichts der Winzigkeit der Uni (<4000 Studenten) auch noch verringert werden. Die UniBz wäre gern 'international' - ist sie aber (noch) nicht.

Studienanfang
Nicht viel. Der Anfang an der UniBz sollte wenigstens halbwegs Selbstständigen leicht fallen. Die Anlaufstellen sind da, muss man sich nur hinbewegen. Studienanfängern allgemein empfehle ich mal zu versuchen, alles nur semi-ernst zu nehmen. Besonders an der UniBz, kann man sich viele Freiheiten einräumen bezüglich eigenem Lesestoff und Anwesenheit in Vorlesungen. Die Möglichkeit sich dazu mit den Professoren absprechen zu können (und auch mal zu 'ratschen') ist hier locker gegeben. Just do it!

Studienstadt
Brixen ist Brixen. Eine Großstadt und wildes Partyleben sollte man sich nicht erwarten. Stattdessen trifft man sich mit seinen Kommilitonen nach der Uni im DeSpar. Nee ernsthaft, kleine Feten gibt es schon, kann man ja auch selber organisieren bzw. nach Bz/Bk düsen. Und Aperitif geht auch in der Wohnheimküche. Kultur ist spärlich vorhanden, schlecht besucht, aber meist nett. Berge gibt's ja auch, Wintersport wegen den nahen Plose auch sehr machbar. Allgemein jedoch kommt man wahrscheinlich eher nach Bx (falls man überhaupt hierher zieht und sich nicht den Massen von täglichen Pendlern anschließt), weil man auf krassen Freizeitmöglichkeiten auch mal 3/4 Jahre verzichten kann. Bitte nur nicht dem Trugschluss verfallen, dass man wegen dem mangelnden Studentenleben mehr zum Lernen kommen würde...stimmt nicht!

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