Erfahrungsbericht

Heidelberg
Mara Universität Heidelberg, Soziologie B.A.

Der Studiengang Soziologie ist in Heidelberg sehr breit gefächert. Neben den üblichen Einführungs- und Theorievorlesungen gibt es auch einen guten Überblick über quantitative und qualitative Forschungsmethoden. Die Statistikvorlesungen werden von Tutorien begleitet, sodass man - wenn man die Übungen immer mitmacht und lernt - die Klausuren gut bestehen kann. In Heidelberg wird am Institut hauptsächlich mit dem Statistikprogramm SAS gearbeitet. Dies ist zwar eines der kompliziertesten, aber dafür kann man sich danach relativ gut auch selbstständig in andere Statistikprogramme einarbeiten. Neben den üblichen Klassikern wird hier viel Wert auf Max Weber gelegt, der immerhin in Heidelberg gelehrt und gelebt hat. Je nachdem, welche der drei Vertiefungen man auswählt (Wirtschaft, Markt und Organisation - Zivilgesellschaft und Assoziationen - Staat und öffentliche Verwaltung) beschäftigt man sich dann hauptsächlich mit diesen Schwerpunkten. Der Bachelorstudiengang Soziologie hat mir in Heidelberg sehr gut gefallen. Ich würde ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Ein kleines Manko ist, dass es relativ wenig Hiwi-Stellen gibt und man dadurch nur sehr schwer die Gelegenheit bekommt, an den Instituten mitzuarbeiten.

Universität
Die Universität Heidelberg ist sehr gut organisiert. Die Anmeldung zum Studium erfolgt online, wenn man angenommen worden ist, erhält man einen Brief und muss sich dann persönlich vor Ort immatrikulieren. Die Universität bietet ein Buddy-Programm an, bei dem Studenten in höheren Semestern Studierenden aus dem Ausland beim Ankommen in Deutschland unterstützen - auch, wenn es um so etwas simples wie Wohnungssuche geht. Die Institute sind über die ganze Stadt verbreitet und man kommt überall super mit dem Fahrrad, den Bussen oder der Straßenbahn hin. Die Gebäude sind alle recht modern und immer gut ausgestattet. Die Soziologie befindet sich so gut wie ausschließlich am Campus Bergheim, was eine sehr familiäre Atmosphäre zur Folge hat. Am Campus gibt es eine Mensa, eine Bib und die Seminarräume für das Institut.

Studienanfang
Suche dir rechtzeitig eine Wohnung! In Heidelberg ist es (wie in vielen anderen deutschen Unistädten auch) relativ schwer ein gutes WG-Zimmer zu finden. Die Mietpreise sind relativ hoch und besonders zum Semesteranfang (Oktober oder April) wird es schwierig, eine Wohnung zu finden. Im Idealfall also bereits einige Zeit vorher anfangen zu suchen! Die Fachschaft Soziologie organisiert vor Vorlesungsbeginn immer Kennenlern-Tage, die ich sehr empfehlen würde. Dort kann man super neue Leute kennenlernen.

Studienstadt
"Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren", so beginnt eines der bekanntesten Lieder über die Stadt. Und es hat recht - Heidelberg ist super. Es ist keine hektische Großstadt (und wer das mag, kann mit der S-Bahn in einer knappen halben Stunde nach Mannheim z.B. zum Feiern fahren), aber auch keine eingeschlafene Kleinstadt. Es gibt immer wieder Konzerte, tolle Theateraufführungen (besonders im Sommer auf dem Schloss) und viele Veranstaltungen. Feiern kann man in Heidelberg in der "Unteren", eine Straße in der Altstadt, in der sich Pub an Pub reiht.

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Erfahrungsbericht Das erste Semester überlebt? Oder gar schon fertig studiert? Schreib uns doch, wie du dein Studium erlebst oder erlebt hast, was gut und was weniger gut war, und wie dir deine Stadt gefällt. Oder du hast gar schon die Staatsprüfung abgelegt? Auch in diesem Fall kannst du angehenden Prüflingen wertvolle Hilfe leisten.

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