Erfahrungsbericht

Leipzig
Stefan Universität Leipzig, Ethnologie - MA

Das Master-Studium der Ethnologie in Leipzig hat folgende Schwerpunkte: Mittel-und Zentralasiens, Naher und Mittlerer Osten, Lateinamerika (Mesoamerika; Hoch-und Tiefland; Afroamerikanische Gruppen, Ethnien und Religionen), Nomadismus und Tsiganologie. Im 1. und 2. Semester besucht man Vorlesungen zu den Ethnografien der oben genannten Schwerpunktregionen: man lernt hier welche Völker, Ethnien, Stämme usw. in diesen Regionen leben und vor allem wie sie leben (soziale, politische und familiäre Organisationsformen, Religion, Wirtschaft, Technologie, Beziehungen mit anderen Völkern und der Umwelt, Weltanschauung und Kosmologie, usw.). Neben den Vorlesungen besucht man Seminare und Oberseminare wo es um spezifischere Fragen der Ethnologie geht bzw. wird eine Region problemorientiert angegangen, im Falle Lateinamerikas zum Beispiel "afroamerikanische Besessenheitskulte" oder "Widerstand in den Anden". Auch geht es bei Seminaren um die Methodik und Geschichte der Ethnologie. Die Seminare werden zudem mit Übungen ergänzt, wo man ethnografische Filme analysiert, Wissenschaftliche Artikel diskutiert, Völkerkundemuseen besucht, Feldforschungsübungen macht, usw. Im 3. Semester ist entweder ein Auslandssemester an einer Universität, ein Praktikum in einem Museum, NGO, Kulturverein oder Forschungsinstitut oder eine Feldforschung im Ausland vorgesehen. Im 4. Semester schreibt man dann seine MA-Abschlussarbeit. Mir gefällt eigentlich alles an diesem Studium, vor allem dass wir im MA wenige Studenten sind und man somit Fragen und eigene Interessen in den Unterricht einbringen kann und diese von allen zusammen diskutiert werden; das ist sehr viel wert, sofern die meisten Dozenten mehrjährige direkte Erfahrungen im Feld gesammelt haben und somit sehr kompetent sind.

Universität
Die Universität Leipzig finde ich sehr gut. Ich habe zuvor meinen BA in Triest absolviert und es ist kein Vergleich, leider. Die Universität bietet einen optimalen Service, der von zahlreichen Mitarbeitern sowie vom Studentenwerk Leipzig garantiert wird. So gibt es genug Mensen, Bibliotheken, sportliche und kulturelle Aktivitäten, Vergünstigungen für zahlreiche Aspekte des alltäglichen Lebens wie z. B. öffentliche Verkehrsmittel. Man muss sich jedes Semester anmelden bzw. rückmelden, aber dies ist überhaupt kein Problem, da man es online mit ein paar klicks machen kann. Anlaufstellen gibt es massenweise und die Auskunft und Betreuung ist hierbei sehr gut. Das Personal ist kompetent, freundlich und hilfreich. Infrastrukturen sind leicht zu erreichen, da sich die Universität auf wenige aneinanderliegende Zonen der Stadt konzentriert.

Studienanfang
Anmeldefristen und teils doppelte Anmeldung bei der Zentralverwaltung der Universität und beim Institut oder der Fakultät.

Studienstadt
Leipzig ist eine schöne Stadt, die ein reiches Freizeit- und Kulturangebot aufweist. Die Stadt ist nicht zu groß und nicht zu klein (ca. 530.000 Einwohner) und man kann so gut wie alles mit dem Fahrrad erreichen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren gut. In wenig Zeit kann man 3 Badeseen erreichen und die Stadt verfügt über viel öffentliches Grün. Zudem sind Mietpreise und Lebenshaltungskosten im Vergleich zu anderen deutschen oder italienischen Städten um Einiges niedriger. Der einzige Nachteil der Stadt ist wohl der lange, kalte und graue Winter.

Schreibe uns

Erfahrungsbericht Das erste Semester überlebt? Oder gar schon fertig studiert? Schreib uns doch, wie du dein Studium erlebst oder erlebt hast, was gut und was weniger gut war, und wie dir deine Stadt gefällt. Oder du hast gar schon die Staatsprüfung abgelegt? Auch in diesem Fall kannst du angehenden Prüflingen wertvolle Hilfe leisten.

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