Erfahrungsbericht

Bologna
Eva Università di Bologna, Scienze della comunicazione

Scienze della comunicazione ist ein interdisziplinäres Studium. Es werden Kommunikationsprozesse jeglicher Art (Information, Werbung, Wahlkampagnaen usw.) aus verschiedensten Blickwinkeln analysiert. Dadurch erhält man Einblicke in Psychologie, Soziologie, Geografie, Journalismus, Wirtschaft, Semiotik und v.m. erfährt, wie die einzelnen Disziplinen Kommunikation erforschen. Das Interessante dabei ist, dass man darauf aufmerksam wird, wie sehr Medien die scheinbar banalsten Entscheidungen beeinflussen, sei es im Kauf von Staubsaugern als auch von Mineralwasser... Die Stärke des Studiums ist, dass es so breit gefächert ist und dass man dadurch seinen Blickwinkel erweitert. Doch das ist auch gleichzeitig seine Schwäche. Denn, da das Praktische im Studium fehlt, wird danach auf jedenfall eine Spezialisierung empfohlen.

Universität
Bologna wird dem Ruf der italienischen Universitäten gerecht: Es herrscht Chaos. Doch wenn man sich einmal seine Ordnung im bürokratischen Casino gemacht hat, findet man sich mehr oder weniger gut zurrecht. Die Anmeldung ist kein Problem, das wichtigste dabei ist pünktlich die Studiengebühren zu zahlen, damit sie sich wegen Verspätung nicht erhöhen...Anlaufstellen gibt es, doch die sind meistens überlaufen und wenn man nicht Stunden an Warterei verlieren will, befolgt man lieber gleich den Rat, der einem dort sowieso erteilt werden würde und schaut im Internet nach, denn "guarda, trovi tutto sulla rete". Die Betreuung hängt von den Professoren ab, für mein Studium gilt auf jeden Fall, dass sie gut ist, man will ja nicht den durch Umberto Eco errungenen Ruf ruinieren. Praxisnähe gibt es im dritten Jahr, durch ein Praktikum oder verschiedene Workshops.

Studienanfang
Beim Studienanfang soll man sich nicht von den Dauerthemen "crisi,disoccupazione und Gelmini" entmutigen zu lassen.

Studienstadt
Bologna ist eine Studentenstadt, wo immer viel los ist. Unter den längsten Lauben Europas, zwischen Ziegelbauten und roten Vorhängen auf mittelalterlichen Plätzen wird vor allem die Vergangenheit der Unistadt gefeiert. Innovation und Design sind der Stadt eher Fremdwörter. Die Stadt scheint teilweise irgendwo in den vergangen Jahrhunderten stehen geblieben zu sein...doch wenn man sich mit dem alten Zeitgeist einmal angefreundet hat, kann man in der kleinen, überschaubaren Stadt eine unvergessliche Studienzeit verbringen und Dinge erleben, die einem außer in Bologna nirgends passieren würden... Die Bologneser selbst sind nette, offene und humorvolle Leute, die das Leben zu genießen wissen! Das zeigen auch die unzähligen Gourmetläden, die immer mehr (wider der Philosophie der Stadt) dem Biotrend folgen!

Schreibe uns

Erfahrungsbericht Das erste Semester überlebt? Oder gar schon fertig studiert? Schreib uns doch, wie du dein Studium erlebst oder erlebt hast, was gut und was weniger gut war, und wie dir deine Stadt gefällt. Oder du hast gar schon die Staatsprüfung abgelegt? Auch in diesem Fall kannst du angehenden Prüflingen wertvolle Hilfe leisten.

Erfahrungsbericht schreiben