Steuern & Steuervergünstigungen

2018: Steuerliche Abschreibemöglichkeiten für Studierende / ihre Eltern

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Bis zu einem Einkommen von 4.000 Euro und bis zu einem Alter von 24 Jahren (ab 24 Jahren 2.840,51 Euro) gilt der/die Studierende als zu Lasten lebend, d.h. in diesem Falle können die Eltern die Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen:

Abschreibungsmöglichkeiten:

Es gibt eine Reihe von Spesen, die bei der Steuererklärung abgeschrieben werden können. Man kann die Abschreibungen in zwei Gruppen einteilen: Abschreibungen von der Steuergrundlage und Abschreibungen von der Bruttosteuer. Die erste Gruppe vermindert das besteuerbare Einkommen, während die zweite Gruppe die effektive Nettosteuer herabsetzt. Das Panorama der Abschreibungen ist sehr weitläufig und in den einzelnen Details sehr differenziert.

Die gängigsten Abschreibungen:

Die in Italien an öffentlichen staatlichen Universitäten bezahlten Studiengebühren können zur Gänze auf die Steuererklärung gesetzt werden. Jene an Privatuniversitäten oder im Ausland nur bis zu dem im verlinkten Dekret festgesetzten Betrag. Dieses Dekret soll künftig jährlich aktualisiert werden. Der steuerliche Absetzbetrag beträgt 19%.

Ebenfalls abgesetzt werden können die Gebühren für die Einschreibung in Forschungsdoktorate (PhD), universitäre (1-jährige) Master und die SSIS.

Die Gebühren, die bei einer Aufnahmeprüfung entrichtet werden müssen, können ebenfalls auf die Steuererklärung gesetzt werden.

Mietverträge für Studentenwohnungen (im Sinne des Gesetzes 431/98) können abgesetzt werden, sofern  die Distanz zwischen Studien- und Wohnort größer als 100 Kilometer ist, auch wenn beide in derselben Provinz liegen. Die Distanz wird auf 50 Kilometer herabgesetzt, wenn die Studierenden in entlegeneren Gebieten wohnhaft sind. Maximalbetrag: 2.633 Euro = Steuerersparnis 500 Euro. Achtung: Ab 1.1.2014 müssen dürfen diese Mieten nicht mehr bar bezahlt werden! Auch wer in einem Studentenheim wohnt, kann die Miete geltend machen, Untermietverträge sind aber von der Regelung ausgenommen!

Ausgaben für den Rückkauf von Studienjahren können direkt von der Steuerbemessungsgrundlage abgezogen werden. Deshalb variert hier die Ersparnis je nach (Grenz-)Steuersatz des/der Erklärenden!

Arztspesen

Lebens- und oder Unfallversicherungen

 

Steuerfreie Einkommen

Einkommen aus geringfügiger freier Mitarbeit, die mit Wertgutscheinsystem „Voucher“ vergütet wurden, brauchen anlässlich der Steuererklärung nicht besteuert werden, da hier bereits ein fixer Steuersatz in Abzug gebracht wurde. Ebenso frei sind Einkommen gemäß Art. 69, 2. Absatz des Präs. Dek. 917/1986 von bis zu 7.500 Euro jährlich: Es handelt sich dabei um Einkommen aus der Tätigkeit für Amateursportvereine sowie um Einkommen aus der Tätigkeit als künstlerische Leiter z.B. Kapellmeister, Chorleiter usw.  werden.

 

 

Studieren und Arbeiten

Allgemeines:

Bis zu einem Einkommen von 2.840,51 Euro (ehemals 5,5 Millionen Lire) ist man steuerlich zu Lasten der Eltern. Mit dem Haushaltsgesetz von 2018 wurde der Steuerfreibetrag für zu Lasten lebende Personen bis zu einem Alter von 24 Jahren auf 4.000 Euro angehoben.

Voucher zählen hier nicht zum Einkommen, d.h. mit Voucher kann man auch mehr verdienen und bleibt trotzdem zu Lasten der Eltern.

Oft ist es von Vorteil zu Lasten der Eltern zu sein, da diese dadurch Steuerfreibeträge geltend machen können. Außerdem zahlen sie vermutlich mehr Einkommenssteuer, sodass bestimmte Absetzbeträge (Studiengebühren, Miete) bei ihnen eine größere Steuerersparnis bewirken.

Konten im Ausland müssen in Italien erklärt werden – sofern im Jahresdurchschnitt mehr als 10.000 Euro Guthaben aufscheint!

„Steuerfreibetrag 8.000 Euro/Jahr“, was heißt das? Muss ich also keine Steuern bezahlen, wenn ich weniger als 8.000 Euro verdient habe?
In den meisten Fällen sind dennoch Steuern fällig! Der Freibetrag von 8.000 Euro bezieht sich nämlich auf das ganze Jahr, wenn man nur in den Ferien arbeitet wird der Freibetrag entsprecht reduziert!
Beispiel: Ferialjob im Juli und August: 8.000*2 Monate/12 Monate = 1.333 Euro Steuerfreibetrag – alles was diesen Betrag überschreitet wird der Einkommenssteuer unterworfen

Wann muss ich eine Steuererklärung machen?

Es ist zu unterscheiden, ob jemand eine Steuererklärung machen muss oder machen kann. Bezieht jemand mehrere Einkommen und/oder verfügt über Gebäudebesitz über die Eigenwohnung hinaus, so muss er oder sie abklären, ob eine Steuererklärung zu machen ist oder nicht.

Die meisten Steuererklärungen werden jedoch abgefasst, um ein Steuerguthaben zu erzielen. Verfügt der Erklärer über abschreibbare Spesen, so kann er eine Steuererklärung machen um damit zu seinem Steuerguthaben zu gelangen.

Für viele Studierende kann es sich auszahlen eine Steuererklärung zu machen, denn wenn sie nur nebenbei oder in den Sommermonaten arbeiten erhalten sie meistens die eingezahlten Steuern zurück. Dieses Geld erhält man nur durch das Abfassen der Steuererklärung!

Generell sollte man sich immer bei einem Patronat (z.B. ASGB) schlau machen, ob man dazu verpflichtet ist oder ob sich das (freiwillige) Erstellen einer Steuererklärung lohnt.

Muss ich im Ausland erzieltes Einkommen in Italien versteuern?
Alle italienischen Staatsbürger unterliegen grundsätzlich der Steuerpflicht in Italien. Durch Doppelbesteuerungsabkommen (z.B. mit Österreich, Schweiz, Deutschland) soll verhindert werden, dass Einkommen doppelt besteuert werden. Hier gilt die primäre Besteuerung im Ursprungsland, also da wo das Einkommen erzielt wird. Allerdings müssen die Einkommen danach in Italien erklärt werden und unter Umständen weitere Steuern gezahlt werden.

Beispiel: Hans G. verdient 2015 in Österreich bei einem Sommerjob 5.000 Euro, wovon 800 Euro als Einkommenssteuer abgezogen werden. Im Mai 2016 macht er in Italien seine Steuererklärung und es kommt heraus, dass er für den Sommerjob in Italien 1.000 Euro Einkommenssteuer hätte zahlen müssen. In diesem Fall muss er die fehlenden 200 Euro nachzahlen.

Ausnahme: Eingeschriebene ins AIRE

Bekomme ich für meine Arbeitstätigkeit im Ausland auch eine Rente?
Auch wenn du nur wenige Monate im Ausland gearbeitet hast, erhältst du dafür (i.d.R. mit Erreichen der Altersgrenze) im jeweiligen Land eine Rente. Es kann allerdings sinnvoll sein, sich die im Ausland versicherten Arbeitszeiten nach Italien transferieren zu lassen (um z.B. so hier früher in Rente gehen zu können). Dies kann jederzeit gemacht werden!