Steuern & Steuervergünstigungen

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2018: Steuerliche Abschreibemöglichkeiten für Studierende / ihre Eltern

Bis zu einem Einkommen von 2.840,51 Euro gilt der/die Studierende als zu Lasten lebend, d.h. in diesem Falle können die Eltern die Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen.

Abschreibungsmöglichkeiten

Es gibt eine Reihe von Spesen, die bei der Steuererklärung abgeschrieben werden können. Man kann die Abschreibungen in zwei Gruppen einteilen: Abschreibungen von der Steuergrundlage und Abschreibungen von der Bruttosteuer. Die erste Gruppe vermindert das besteuerbare Einkommen, während die zweite Gruppe die effektive Nettosteuer herabsetzt. Das Panorama der Abschreibungen ist sehr weitläufig und in den einzelnen Details sehr differenziert.

Die gängigsten Abschreibungen

Die in Italien an öffentlichen staatlichen Universitäten bezahlten Studiengebühren können zur Gänze auf die Steuererklärung gesetzt werden. Jene an Privatuniversitäten oder im Ausland nur bis zu dem im verlinkten Dekret festgesetzten Betrag. Dieses Dekret soll künftig jährlich aktualisiert werden. Der steuerliche Absetzbetrag beträgt 19%.

Ebenfalls abgesetzt werden können die Gebühren für die Einschreibung in Forschungsdoktorate (PhD), universitäre (1-jährige) Master und die SSIS.

Die Gebühren, die bei einer Aufnahmeprüfung entrichtet werden müssen, können ebenfalls auf die Steuererklärung gesetzt werden.

Mietverträge für Studentenwohnungen (im Sinne des Gesetzes 431/98) können abgesetzt werden, sofern die Distanz zwischen Studien- und Wohnort größer als 100 Kilometer ist, auch wenn beide in derselben Provinz liegen. Die Distanz wird auf 50 Kilometer herabgesetzt, wenn die Studierenden in entlegeneren Gebieten wohnhaft sind. Maximalbetrag: 2.633 Euro = Steuerersparnis 500 Euro. Achtung: Ab 1.1.2014 müssen dürfen diese Mieten nicht mehr bar bezahlt werden! Auch wer in einem Studentenheim wohnt, kann die Miete geltend machen, Untermietverträge sind aber von der Regelung ausgenommen!

Ausgaben für den Rückkauf von Studienjahren können direkt von der Steuerbemessungsgrundlage abgezogen werden. Deshalb variert hier die Ersparnis je nach (Grenz-)Steuersatz des/der Erklärenden!

Arztspesen

Lebens- und oder Unfallversicherungen

Neuerungen

Für die Einkünfte, die 2019 erwirtschaftet werden (und 2020 erklärt werden) gelten neue Steuerfreibeträge: Bis zu einem Einkommen von 4.000 Euro und bis zu einem Alter von 24 Jahren (ab 24 Jahren 2.840,51 Euro) gilt der/die Studierende als zu Lasten lebend.

Steuerfreie Einkommen

Einkommen aus geringfügiger freier Mitarbeit, die mit Wertgutscheinsystem „Voucher“ vergütet wurden, brauchen anlässlich der Steuererklärung nicht besteuert werden, da hier bereits ein fixer Steuersatz in Abzug gebracht wurde. Ebenso frei sind Einkommen gemäß Art. 69, 2. Absatz des Präs. Dek. 917/1986 von bis zu 7.500 Euro jährlich: Es handelt sich dabei um Einkommen aus der Tätigkeit für Amateursportvereine sowie um Einkommen aus der Tätigkeit als künstlerische Leiter z.B. Kapellmeister, Chorleiter usw. werden.

Muss ich im Ausland erzieltes Einkommen in Italien versteuern?

Alle italienischen Staatsbürger unterliegen grundsätzlich der Steuerpflicht in Italien. Durch Doppelbesteuerungsabkommen (z.B. mit Österreich, Schweiz, Deutschland) soll verhindert werden, dass Einkommen doppelt besteuert werden. Hier gilt die primäre Besteuerung im Ursprungsland, also da wo das Einkommen erzielt wird (z.B. Österreich). Allerdings müssen die Einkommen danach in Italien erklärt werden und unter Umständen weitere Steuern gezahlt werden.

Beispiel: Hans G. verdient 2015 in Österreich bei einem Sommerjob 5.000 Euro, wovon 800 Euro als Einkommenssteuer abgezogen werden. Im Mai 2016 macht er in Italien seine Steuererklärung und es kommt heraus, dass er für den Sommerjob in Italien 1.000 Euro Einkommenssteuer hätte zahlen müssen. In diesem Fall muss er die fehlenden 200 Euro nachzahlen.

Ausnahme: Eingeschriebene ins AIRE