Studieren in Österreich

Eine Besonderheit des Studiums in Österreich ist, dass man sich in beliebig viele Studienrichtungen einschreiben kann!

Manchmal wird man in Österreich noch mit dem Begriff der Semesterwochenstunden konfrontiert. Diese bezeichne(te)n, wie viele Stunden pro Woche eine Lehrveranstaltung ein Semester lang dauert (z.B. 2 SWS bedeuten, dass die LV zweimal pro Woche stattfindet). Mittlerweile setzt sich jedoch auch hier der Begriff der ECTS-Punkte durch.

Fachhochschulen

Ein eigenes Kapitel sind die Fachhochschulen. Sie nehmen in Österreich und Deutschland einen Sonderstatus ein: Sie verfügen meist über relativ wenige Bachelor- und Masterstudiengänge und bilden eher berufsspezifisch und praxisorientiert aus. Der Unterricht findet meist „schulmäßig“ in kleinen Gruppen und den ganzen Tag über statt. In der Regel ist der Besuch von Fachhochschulen meist für jene empfehlenswert, die schon genau wissen, welchen Beruf sie hinterher ausüben wollen.

Studiengebühren

In Österreich wird seit Jahren um die Studiengebührenregelung gestritten. Derzeit zahlen ordentliche Studierende lediglich den ÖH-Beitrag von 20,20 Euro pro Semester. Ordentliche Studierende mit der Staatsangehörigkeit eines EU- oder EWR-Staates zahlen einen Studienbeitrag von 363,36 Euro pro Semester, wenn sie die vorgesehene Studienzeit um mehr als zwei Semester überschreiten. Auch hier gibt es unter bestimmten Voraussetzungen, die Möglichkeit sich befreien zu lassen. Ordentliche Studierende aus Drittstaaten, die über eine Aufenthaltsberechtigung für Studierende verfügen, müssen einen Studienbeitrag von 726,72 Euro pro Semester zahlen.

An Fachhochschulen hingegen müssen meistens Studiengebühren bezahlt werden, die Regel sind hier ebenfalls 370 Euro pro Semester. Bei speziellen Hochschulen und Privatuniversitäten können die Gebühren auch deutlich höher liegen!